STIFTUNG
„Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“
Francis Bacon, 1561 – 1626
Der Bildhauer WOLFRAM BECK verspürte ungeachtet der schweren Momente seines Lebens eine tiefe Dankbarkeit. Menschliche Gesten haben ihm immer wieder eine Existenz ermöglicht, in der er ohne Kompromisse seiner Bestimmung als Bildhauer nachgehen durfte. Bis 1961 Becks Mädchenakt neben dem Fünfkämpfer von Renée Sintenis und dem Phönix von Paul Dierkes vom Verlagshaus Axel Springer ausgestellt wurde, führte er ein Leben voller Entbehrungen. Dieser Ausstellungsbeteiligung verdankte er die nötige Aufmerksamkeit und damit den Auftrag, den Fernsehpreis DIE GOLDENE KAMERA zu erschaffen.
Die STIFTUNG WOLFRAM BECK hat es sich zur Aufgabe gemacht, etwas zurückzugeben. Das lebenslange Ringen um das Werk, um die Idee, den Entwurf, die Umsetzung und das Loslassen ist Wesensmerkmal des Künstlers. Kunst zu schaffen ist nicht das Resultat einer Berufswahl oder Neigung sondern Identität. Die STIFTUNG WOLFRAM BECK will den Berufenen zur Seite stehen und einen Beitrag zur Befassung mit der Bildenden Kunst in Deutschland ab 1950 leisten.
WOLFRAM BECK PREIS FÜR BILDHAUEREI
Im 20. Todesjahr wurde der WOLFRAM BECK PREIS FÜR BILDHAUEREI ins Leben gerufen, der 2025 erstmalig verliehen wurde. Der Preis richtet sich an alle Studierenden der Bildenden Künste der UdK Berlin ab bestandener Zwischenprüfung.
KUNST IM KRAFTWERK GOTTES
Stiftung Wolfram Beck und Evangelische Kirchengemeinde am Hohenzollernplatz gestalten gemeinsam Kirche
In dem von Ossip Klarwein entworfenen beeindruckenden Backsteinbau des Expressionismus stellt die Gemeinde am Hohenzollernplatz regelmäßig Kunst aus. Die Ausstellungen laden zum Dialog ein und Führungen und Konzerte bilden den Rahmen und schlagen eine Brücke zu den Gottesdiensten. Die Gemeinde und Stiftung St. Matthäus haben uns eingeladen, die Gemeindearbeit und die Angebote Kunst und offene Kirche kuratorisch zu unterstützten.
Die Stiftung Wolfram Beck freut sich sehr auf die gemeinsame Arbeit mit und in diesem fantastischen Gebäude. Die unmittelbare Nachbarschaft am Hohenzollerndamm lädt zum inhaltlichen Austausch ein und ermöglicht eine Zusammenarbeit weit über das Ausstellungsmachen hinaus.
Den kuratorischen Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit möchten wir in unsere Stiftungsarbeit einbetten und uns auf junge Positionen der Bildenden Kunst und spannende Dialogausstellungen fokussieren.
Im April eröffnet die Salongalerie Die Möwe ihre nächste Ausstellung, zu der wir Arbeiten aus dem Nachlaß zur Verfügung stellen durften.
Freie Präzision. Sechs Positionen abstrakter Kunst
Mit Bildern und Skulpturen von sechs Künstlerinnen und Künstlern präsentiert die Salongalerie zwei scheinbar gegensätzliche Stilrichtungen in der abstrakten Kunst: die geometrisch-strukturelle und die gestisch-spontane.
Eröffnung am Mittwoch, dem 15. April 2026, um 18 Uhr. Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin.