In Kooperation mit der
1961 beendet Wolfram Beck sein Studium an der HfBK (heute UdK) sein Studium der Bildhauerei als Meisterschüler. Dem 1930 Geborenen bedeutete die Universität nach den Repressionen des Nationalsozialismus, nach Krieg und Verwundung und angesichts eines mit seinen Überzeugungen unvereinbaren Lebens in der DDR vor allem eines: Freiheit! Dafür war er sein Leben lag dankbar.
Im 20 Todesjahr hat die Stiftung Wolfram Beck in Kooperation mit der UdK Berlin den Wolfram Beck Preis für Bildhauerei gestiftet, der jährlich vergeben wird.
Wolfram Beck Preis für Bildhauerei 2026
- Aufgerufen sind Studierende der Bildenden Künste ab bestandener Zwischenprüfung
- Digitale Bewerbung ab 14. April 2026 bis 9. Mai 2026 als pdf an preis@stiftung-wolframbeck.de
- Rundgang der Jury durch die Klassen der Finalisten 19. Juni 2026
- Preisträgerausstellung ab Oktober 2026 in den Stiftungsräumen
- Weitere Informationen zum Preis, zum Ablauf und zur Bewerbung auf der Website der Universität der Künste Berlin
Wolfram Beck Preis für Bildhauerei 2025
Die Jury war sich über die Erstplatzierte Sarah Ama Duah schnell einig. Sie ist eine multidisziplinär arbeitende Künstlerin, deren Praxis sich im Spannungsfeld von Skulptur, Performance und Kleid verortet. Aus Afro-deutscher Perspektive setzt sie sich mit Erinnerungskultur, kolonialen Kontinuitäten und biografischer Verortung auseinander. Ein Leitthema Ihrer Arbeit ist skulpturale Wertschätzung praktiziert als Form, Geste und Potential.
Sophia Hallmann führt morbide Materialien und destruktive Ereignissen durch mehrere Transformationsprozesse. Dadurch entsteht aus dem schauerlichen Ursprung ein poetisches Memento Mori. Die Künstlerin interessiert sich für das Herstellungsverfahren und den bildhauerischen Prozess sowie den damit verbundene Aspekt der Zeitlichkeit und den Bezug oder den drastischen Impact auf den menschlichen Körper. Sie wurde mit dem zweiten Platz bedacht.
Unter dem Pseudonym „SapphosMatrix“ erforscht Oliver Wellmann in seiner künstlerischen Praxis Orte und Körper im Zustand ritueller Übergänge – oder deren Störung. Ausgehend von diesen Schwellenmomenten, entwickelt er eine eigensinnige (Re-) Konstruktion aus Splittern verlorener Wissenssysteme und überzeugte die Jury für den 3. Platz.
Im Herbst wurden ausgewählte Werke der Preisträgerinnen und des Preisträgers in unseren Stiftungsräumen ausgestellt. Die Ausstellung wurde vom Präsidenten der UdK Prof. Markus Hilgert eröffnet. Die Begegnungen und Gespräche mit den Finalisten haben bei allen Mitgliedern der Jury einen tiefen Eindruck hinterlassen. Wir danken den Mitgliedern der Jury Sebastian Pflum (Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank), Prof.in Tamina Amadyar (UdK), Frank Ulbricht (Deutschlandfunk Kultur), Dr. Anke Lüssem (The System Change Foundation) sowie Dragan Kämpf (Sammler) für die großartige Unterstützung.
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