STIFTUNG

WOLFRAM BECK

KUNST IM KRAFTWERK GOTTES

Stiftung Wolfram Beck und Evangelische Kirchengemeinde am Hohenzollernplatz gestalten gemeinsam Kirche.

In dem von Ossip Klarwein entworfenen beeindruckenden Backsteinbau des Expressionismus stellt die Gemeinde am Hohenzollernplatz regelmäßig Kunst aus. Die Ausstellungen laden zum Dialog ein. Führungen und Konzerte bilden den Rahmen und schlagen eine Brücke zu den Gottesdiensten. Die Gemeinde und Stiftung St. Matthäus haben uns eingeladen, die Gemeindearbeit und die Angebote Kunst und offene Kirche kuratorisch zu unterstützten.

Die Stiftung Wolfram Beck freut sich sehr auf die gemeinsame Arbeit mit und in diesem fantastischen Gebäude. Die unmittelbare Nachbarschaft am Hohenzollerndamm lädt zum inhaltlichen Austausch ein und ermöglicht eine Zusammenarbeit weit über das Ausstellungsmachen hinaus.

Den kuratorischen Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit möchten wir in unsere Stiftungsarbeit einbetten und uns auf junge Positionen der Bildenden Kunst und spannende Dialogausstellungen fokussieren.

VERANSTALTUNGEN

EMMA ZIMMERMANN – BESCHIRMT

Feierliche Eröffnung am 29. August 2026 ab 13 Uhr

Ansprachen:
Marita Lersner, Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinde Am Hohenzollernplatz
Hannes Langbein, Stiftung St. Matthäus
Emma Zimmermann

Für EMMA ZIMMERMANN sind geschmiedete Skulpturen Ausdruck ihrer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und privaten Fragen der
Aus- und Eingrenzung, Abschirmung aber auch Schutz.

Ab Spätsommer 2026 werden ihre Schirmgerippe im Entrée des Glockenturms der Hohenzollernkirche gezeigt.

Die Arbeit Schirmgerippe besteht aus einfachem Konstruktionsstahl und befindet sich visuell irgendwo zwischen Zaun und einem übergroßen, artefaktischen Gerippe, das an die vergangene Funktionalität erinnert. Gefunden, ausgegraben, und nun sind die Betrachtenden damit konfrontiert, das Objekt einzuordnen.
Aber was kann dieser Schirm, welcher zwar von seiner Größe und Seitenlage einen perfekten Unterschlupf schafft, jedoch mit seinem fehlenden Dach kaum jemals wieder Schutz schaffen wird? Denn es ist nur noch das Gerippe übrig, mit seinen scharfen Spitzen. Dient dieser Schirm eher der Verteidigung?
Es öffnet sich die Frage: Was ist eigentlich Schutz? Scheint er doch oft eher symbolisch und imaginär und wird diese Rolle nicht oft genug durch die um das Objekt Agierenden aktiviert?